Blutanalyse
Ein zusätzlicher Blick – aus einem Tropfen Blut
Manchmal fügen sich Vorgeschichte, Beschwerdebild und Befund noch nicht zu einem stimmigen Ganzen. Für solche Situationen arbeite ich mit dem Analyselabor Ratioars in der Schweiz zusammen. Die dort angewandte Festkörperchromatographie ist für mich ein weiterer Pfeiler neben Anamnese, Befund und Gespräch – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wie die Analyse abläuft
Für die Untersuchung genügt ein Tropfen Kapillarblut aus der Fingerbeere. Ich nehme ihn hier in der Praxis ab; das dauert wenige Augenblicke und ist deutlich unaufwendiger als eine klassische Blutentnahme aus der Vene.
Die Probe geht anschließend an das Labor in die Schweiz. Dort wird sie mit der Festkörperchromatographie aufbereitet und ausgewertet. Das Labor stellt mir daraufhin ein Auswertungsprofil zur Verfügung, das ich mit Ihnen gemeinsam durchgehe.
Kurz zusammengefasst:
- Erstgespräch und Blutentnahme in meiner Praxis, etwa 60 Minuten – wir sprechen ausführlich über Ihre Vorgeschichte, Ihre Beschwerden und Ihre Lebensumstände. Die eigentliche Blutentnahme ist der kleinste Teil dieses Termins.
- Auswertung im Labor – die Probe wird in der Schweiz aufbereitet. Bis das Profil vorliegt, vergehen in der Regel fünf bis sechs Wochen.
- Besprechungstermin, etwa 30 Minuten – wir sehen uns das Ergebnis gemeinsam an, und ich ordne es in das Gesamtbild ein.
- Behandlungsvorschlag – daraus entwickle ich einen Vorschlag, meist auf Basis der Pflanzentherapie nach Hildegard von Bingen, immer ergänzt durch Empfehlungen zur Ernährung und durch Verfahren, mit denen ich ohnehin arbeite.
- Kontrolle nach etwa drei Monaten – wenn Sie möchten, wiederholen wir die Analyse, um zu sehen, wie sich das Bild entwickelt hat, und passen den Plan gegebenenfalls an.
Woher das Verfahren kommt
Chromatographische Verfahren trennen Stoffgemische auf und werden in vielen Bereichen der Analytik eingesetzt. Der Chemiker und Heilpraktiker Alessandro Rochira hat dieses Prinzip seit 1990 auf die Untersuchung von Blut übertragen und daraus die Festkörperchromatographie entwickelt, im Englischen Solid State Chromatography, kurz SSTC. Das Analyselabor Ratioars Europe arbeitet bis heute mit diesem Verfahren und entwickelt es weiter.
Die Festkörperchromatographie gehört zur Erfahrungsheilkunde. Sie steht in dieser Tradition – und in dieser verstehe ich auch ihren Stellenwert in meiner Arbeit.
Wie ich mit der Analyse arbeite
Die Festkörperchromatographie liefert mir kein fertiges Ergebnis, das ich Ihnen vorlege. Sie gibt mir Anhaltspunkte, die ich mit Ihrer Vorgeschichte, meinem Befund und vor allem mit unserem Gespräch zusammenführe. Erst aus diesem Gesamtbild entsteht mein Vorschlag für Ihre Behandlung – und den bespreche ich in Ruhe mit Ihnen, bevor wir anfangen.
Ich arbeite gern mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten zusammen und freue mich, wenn Sie vorhandene Befunde mitbringen. Je vollständiger das Bild, desto genauer kann ich auf Sie eingehen.
Kosten
Was eine Behandlung kostet, hängt davon ab, was Sie mitbringen und was wir gemeinsam für sinnvoll halten. Deshalb nenne ich hier keine pauschalen Beträge, sondern bespreche die Kosten mit Ihnen persönlich – am Telefon, wenn wir Ihren Termin vereinbaren. Sie wissen also schon vor dem ersten Termin, was auf Sie zukommt. Die Kosten für Heilkräuter, Tees und Pflanzenextrakte kommen hinzu.
Meine Praxis ist eine Privatpraxis. Gesetzliche Krankenkassen erstatten diese Leistungen nicht. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen für Heilpraktikerleistungen übernehmen sie je nach Tarif ganz, teilweise oder gar nicht – klären Sie das bitte vorab mit Ihrer Versicherung.
FAQ
Ersetzt die Blutanalyse den Arztbesuch?
Nein – und sie soll es auch nicht. Wenn Sie Beschwerden haben, gehört die ärztliche Abklärung dazu. Was ich anbiete, ist der zweite Blick: mehr Zeit, ein anderer Zugang und eine Behandlung, die Ihre Lebensumstände einbezieht. Viele, die zu mir kommen, suchen genau das – nicht den Bruch mit der Medizin, sondern mehr Zeit für ihre Gesundheit.
Tut die Blutentnahme weh?
Es ist ein kurzer Piks in die Fingerbeere, vergleichbar mit einer Blutzuckermessung. Ein einzelner Tropfen genügt.
Muss ich nüchtern zum Termin kommen?
Nein. Essen und trinken Sie ganz normal.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis da ist?
In der Regel fünf bis sechs Wochen. Ich melde mich bei Ihnen, sobald das Profil vorliegt, und wir vereinbaren den Besprechungstermin.
Kann ich die Analyse machen lassen, ohne mich anschließend behandeln zu lassen?
Ja. Manche möchten zunächst nur das Gespräch und die Einordnung. Wie es danach weitergeht, entscheiden Sie.
Ich bin bereits in ärztlicher Behandlung. Ist das ein Hindernis?
Im Gegenteil – bringen Sie Ihre Befunde gern mit. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sagen Sie mir das bitte, damit ich das bei meinem Vorschlag berücksichtigen kann.