Heilkunde nach Hildegard von Bingen
Altes Wissen, praktisch angewandt
Hildegard von Bingen hat vor über 800 Jahren aufgeschrieben, was sie über Pflanzen, Ernährung und den Zusammenhang von Körper und Gemüt wusste. Vieles davon liest sich heute fremd. Anderes wirkt überraschend vertraut – etwa der Gedanke, dass Beschwerden selten für sich allein stehen, sondern etwas mit der Lebensweise zu tun haben.
Genau dieser Gedanke prägt meine Arbeit ohnehin. Ich behandle nicht nur das Problem, sondern suche nach dem, was dahintersteht. Die Hildegard-Heilkunde gibt mir dafür einen weiteren Zugang und ein reiches Repertoire an Heilpflanzen, das sich gut mit dem verbindet, womit ich seit Jahren arbeite.
Was sich verändert hat, seit ich mich mit dieser Heilkunde beschäftige, ist die Art, wie ich frage. Vier Dinge kommen bei mir inzwischen in jedem Erstgespräch vor – ganz gleich, weswegen Sie zu mir kommen: Essen und Trinken, Schlaf, Bewegung und der Stress, unter dem Sie stehen.
Das klingt banal, und in der Theorie ist es das auch. Im Gespräch ist es das selten. Oft liegt genau in einem dieser vier Bereiche etwas, das sonst nie zur Sprache gekommen wäre, weil es mit den Beschwerden auf den ersten Blick nichts zu tun hat.
Die Hildegard-Heilkunde hat bei mir deshalb nichts ersetzt. Sie hat den Rahmen erweitert, in dem ich ohnehin arbeite.
Die vier Säulen
Die Hildegard-Heilkunde denkt Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Gleichgewicht, das immer wieder neu gefunden werden will. In meiner Praxis hat sich das auf vier Bereiche verdichtet, die ich bei allem mitnehme, was ich tue:
- Essen und Trinken – die Grundlage, und der Bereich, in dem sich am schnellsten etwas verändern lässt
- Schlaf – der Rhythmus, an dem sich vieles andere ausrichtet
- Bewegung – ein Thema, das in meiner Arbeit als Physiotherapeutin ohnehin täglich vorkommt
- Stress – Sorgen, Ärger und Anspannung wirken bis in den Körper hinein
Sie werden merken: Das sind keine exotischen Kategorien. Es sind die Dinge, über die wir im Gespräch ohnehin sprechen – hier bekommen sie nur einen Rahmen.
Wie das in meine Praxis passt
Die Hildegard-Heilkunde steht bei mir nicht neben allem anderen, sondern verbindet sich damit. Ihre Heilpflanzen erweitern das, was ich in der Phytotherapie ohnehin einsetze. Ihre Ernährungsempfehlungen lassen sich gut mit einer Darmsanierung verbinden. Und gerade in der Frauenheilkunde – meinem Schwerpunkt – findet sich bei Hildegard erstaunlich viel, was sich mit meiner übrigen Arbeit zusammenbringen lässt.
Was daraus für Sie entsteht, hängt davon ab, was Sie mitbringen. Wir besprechen das in Ruhe.